previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow
Slider
 

Seit 1992 unterstützt Penduka besonders schutzbedürftige Frauen in Namibia. Die meisten von Ihnen lebten auf dem Land, ohne Ausbildung oder mit sehr begrenzter Schulbildung, viele arbeitslos oder komplett abhängig von unzuverlässigen Partnern. Von Anfang an war klar, dass eine Unterstützung nur gelingen kann, wenn die Frauen in ihrem gewohnten Umfeld und bei ihren Kindern bleiben können. Dabei sollte aber auch Wissen und neue Fertigkeiten vermittelt werden. Daher entwarf Penduka ein Program, wie den Frauen auf dem Land dort, wo sie wohnten, etwas beigebracht werden konnte, mit dem sie sich identifizieren konnten:  Nach den ersten Schritten im Nähen und dem Schneidern von Kleidungsstücken per Hand ging es schnell darum, wie diese Stücke durch Stickereien und Farbe verschönert werden konnten. Dies war der Beginn der bildlichen Stickerei, der ‘Village Embroidery’.

 
Als Penduka in 1995 eine neue Bleibe am Rand der Windhoeker townships Katutura fand, wollten wir auch die Frauen dort im städtischen Umfeld mit unserem Ansatz erreichen. Sie waren oft in einer noch schwierigeren Lage, waren doch nach dem langen Weg in die Stadt oft große Träume geplatzt, da es vielen nicht gelang, Arbeit zu finden, Geld zu verdienen, und damit ihre Familien im Norden oder Süden des Landes, die darauf angewiesen waren, finanziell zu unterstützen.
Nur wenige der zugewanderten Frauen konnten Arbeit finden, oft für Hungerlöhne als Putzfrauen. Andere landeten aus Verzweiflung in unglücklichen oder gewaltsamen Beziehungen, brauten Bier, verkauften ‘fetcookies’ (traditionelles Gebäck) oder prostituierten sich. Zurückzugehen in ihre ländliche Heimat kam für die Frauen nicht in Frage – es wäre einem Gesichtsverlust gleichgekommen.
Um aber auch die Frauen in den ländlichen Gegenden Namibias weiterhin zu unterstützten, senden wir Ihnen Pakete mit Arbeitsmaterialien (Stoff, Stickgarne....) per Post und Kurier, so dass sie zuhause arbeiten können, um dann das fertige Werkstück zurück in die Penduka Werkstätten in Katutura zur weiteren Verarbeitung zu senden. Ausbilderinnen von Penduka besuchen die Mitarbeiterinnen in den informellen Siedlungen in Katutura, wie auch den ländlichen Gebieten, um eine gleichbleibend hohe Qualität zu halten.
 
Unsere Mitarbeiterinnen werden geschult in:
•    Sticktechniken
•    Geschichten erzählen (‘storytelling’) durch bildliche Stickereien
•    Verdienstmöglichkeiten, Umgang mit Geld und Eröffnung eines Sparkontos
•    Betreuung von Mutter und Kind (Penduka unterstützte die Einrichtung von Spielplätzen nahe den Wohnorten der Frauen)
•    Vorbeugung einer Ansteckung mit TB/HIV/AIDS
•    Anlage eines kleinen eigenen Gartens, Versorgung mit Saatgut und Ideen.